Chichen Itza (24.10.2010)
Weiter ging es durch verschiedene kleinere Mayadörfchen zu einem der sieben modernen Weltwunder: Chichen Itza (auch bekannt als Chicken Pizza, Schinken Pizza und Schwitzen Itza, letztere Bezeichnung trägt es zu Recht).
Es wäre müßig die Geschichte und alle zu wiederholen, wen es interessiert, der kann obigen Wikipedia-Link bemühen. :) Das moderne Erlebnis stand der Geschichte jedoch nichts nach.Während man im Allgemeinen als Tourist an Sehenswürdigkeiten nichts kaufen sollte, ist es in Mexiko genau andersherum: Nirgens waren Souvenirs und Silberschmuck so günstig wie hier. Der Grund scheint zu sein, dass sie keine Standmiete und Steuern zahlen müssen, jedenfalls behaupten sie es. Und so kam es, dass wir auf eine Shopping-Tour gingen und zwischendurch sogar nochmal raus zum Geldautomaten mussten: Beim letzten Stand schüttete Hynek einfach sein gesamtes Kleingeld in die Hände des Schmuckverkäufers. Conny hat jetzt aber hübschen Silberschmuck. :) Beim zweiten Anlauf kaufte sich Hynek dann noch einen handgemachten Holzschädel: Dia del Muertes kam zu der Zeit näher. :)Wie es sich für ein Weltwunder gehört, war es ordentlich voll. Wobei die Grüppchen sich auf eine witzige Weise von Schatten zu Schatten stahlen. In der Sonne was er wirklich extrem heiß. Doch dies hat auch Tücken, denn plötzlich hörten wir ein Knacken und ein riesiger Ast stürzte (folgenlos) auf eine Reisegruppe in einen Schatten neben uns.
Wirtschaftlich gesehen, scheint das Gebiet des Chichen Itza sicherlich nicht zu Unterschätzen: Besonders eine kleine alte Maya-Omi die hier selbstgestickte Taschentücher verkaufte und ein kleiner Junge (max. 3 Jahre alt) fielen auf. Unser Führer fasste die Situation der Maya einfach zusammen: Es gibt viel Armut, aber keinen Elend wie in Afrika. Wenn man nichts zu essen hat, gehen die Maya einfach in den Wald und jagen sich einen Nasebären oder ein anderes Tier aus der äußerst reichhaltigen Fauna Yucatans.Ein letzter Effekt der noch in Erinnerung geblieben ist: Wenn man vor der Hauptpyramide (Castillo) klatscht, hört man ein ganz lautes Echo wie einen Pistolenschuss.



