Oct 27
Unser erster Stopp, war Merida. Die viergrößte Stadt Mexikos. Wie in Playa del Carmen sind die Straßen parallel und nummeriert. In diesem Fall gibt es nur Calles und keine Avenidas, wobei die waagerechten gerade Zahlen haben und die senkrechten ungerade. Wir hielten auf dem Marktplatz vor der großen Kathedrale und nach einem kurzen Besuch gingen wir weiter zum Maya-Markt. Die Straßen pulsieren nur so vor vielen Leuten, dazwischen Autos und an jeder größeren Kreuzung steht trotz Ampeln ein Polizist, der den Verkehr regelt. Auf dem Markt gab es viel Obst und Gemüse und dazwischen die allgegenwärtigen Essensstände. Besonders viel sieht man Haufen von bunten Habaneros. In der Fleischabteilung roch etwas streng, also fiel unser Besuch etwas kurz aus. In der Schuhecke kaufte sich Conny noch mexikanische Ballerinas als Ergänzung zu ihren Pariser Stiefeln. Niedlich war es, wie klein die Mayas alle sind und so wuselten sie alle zwischen Hyneks Beinen, was den Überblick doch erleichterte. Zum Abschluss wollten wir uns noch Getränke kaufen und fingen durch ein Missverständnis an mit dem armen Verkäufer knallhart zu verhandeln. Er meinte 5 Pesos (~ 0,30 €) und wir sind fest davon ausgegangen, dass er 50 meint. Am Ende bekamen wir unsere Getränke günstiger, aber irgendwie war es uns auch peinlich. Unterwegs zum Treffpunkt kaufte sich Conny noch eine hübsche bunte Tischdecke, dem ein Feilschen und Handeln zuvorging, für das man sich selbst auf einem arabischen Markt nicht schämen müsste. Am Ende drückten wir den Preis um 1/3, aber es kam uns trotzdem etwas teuer vor. Da wir nicht genug Bargeld dabei hatten, mussten wir auch noch zum Geldautomaten gehen, die Frau des Händlers kam mit und wir bezahlten vorm Geldautomaten wo wir auch die Ware erhielten. :) Weiter ging es nach Uxmal, dem ein gesondertes Posting gewidmet sein wird. Auf dem Rückweg gab es noch gegen 17:00 ein etwas verspätetes lecker Mittagessen in einem Familiengeführten Maya-Restaurant. Als ersten Gang gab es "Soupa de Lima", eine Suppe mit Limettensaft und Nachos. Als Hauptgang Hähnchenschenkel und zerkochtes Schwein, mit Tortillas, Reis und Backkartoffeln. Als Nachtisch gab's Melonenkompott und als Absackerli Tequila mit Kaffeelikör, genannt "La Cucaracha".
Dieser wurde jedem der Reisegruppe von der Maya-Mutti einzeln serviert: Zunächst Sombrero aufbekommen, dann das Glas mit Taschentuch drüber dreimal doll gegen den Tisch geschlagen und ausgetrunken. Hinterher wurde von Mutti noch der Kopf durchgeschüttelt, damit es schneller wirkt. Fotos anhängend. ;) Durch unserer Anordnung am Tisch, war Conny die erste und Hynek schloss ab. Bei diesem Essen zeigte sich auch schon, dass die Gruppe insgesamt ziemlich nett ist, es wurde nie langweilig. :) Dann ging es zu unserem Hotel in dem wir übernachten sollten: El Castellano. Zur Begrüßung gab es lecker Limettenmargerita und tatsächlich kostenloses WLAN, was auch sofort dazu genutzt wurde die letzten beiden Postings rauszuschicken. (kleiner Einschub für Nerds: Google Offline Mail funktioniert leider so gar nicht, wie ich es mir vorgestellt hatte. Schreiben jetzt wieder mit Editor)
Wir duschten fix und stürzten uns ins Nachtleben. Es wurde uns ordentliches Ramba-Zamba versprochen, aber letztendlich war es doch recht ruhig. Wir fanden ein tolles Souvenirgeschäft wo wir einen kleinen Tequila und Mescal kauften, einen Künstlermarkt mit Clowns, Livemusik an jeder Ecke, Kutschen... Gegen Mitternacht fielen wir müde ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir wieder um 6:30 raus. Dann zeigte sich, was er mit Ramba-Zamba meinte: Ab 1 Uhr ging es in einem benachbarten Club ein live Rockkonzert der keine Wünsche offen ließ...außer wenn man schlafen wollte. :-/ Letztendlich überlebten wir die Nacht und nach einem netten Frühstück ging es weiter gen Izamal und Chichen Itza, von denen die folgenden Einträge zeugen werden. Als wir losfuhren, erwähnte Aldo in einem Nebensatz, dass es draussen etwas bedeckt ist (war es auch, richtig braun), weil gerade ein Hurricane in Richtung Belize vorbeigezogen ist. Abenteuer!
Merida (23.10.2010)
Um unsere Herumtuckelsehnsucht zu stillen und damit Conny nicht all die Reisetabletten umsonst eingesteckt hat, buchten wir bereits in Berlin eine Rundfahrt rund um Yucatan, deren Verlauf wir in den folgenden Postings dokumentieren werden. Es ging bereits um 7:00 los, also vor dem Frühstück. Nach dem obligatorischen Zusammenkarren aus allen möglichen Hotels, fuhren wir mit einem großen Reisebus Richtung Westküste von Yucatan. Unser Reiseführer Aldo war kurzgesagt super. Er war noch relativ jung (angeblich 32) und hat die Mayas richtig studiert. Auch wenn sein Deutsch etwas eigenwillig war (teilweise wortwörtliche Übersetzungen aus dem Spanischen) konnte man ihn super verstehen und sein Wissen war wirklich beeindruckend. Auf den teilweise etwas längeren Fahrten erzählte er auch allgemeine Informationen zu Mexiko und den Mayas allgemein. Der Busfahrer Maurizio hingegen war eher Wortkarg. ;) Die reinblütigen Mayas sind übrigens sehr leicht zu erkennen, denn sie sind höchstens 1,60m hoch, stämmig und haben quasi keinen Hals. Wobei sehr auffällig ist, dass fast alle Mexikaner übergewichtig sind, die wir so sahen. Bei dem lecker Essen kein Wunder. :) Lecker Tacos hatten wir unterwegs als Frühstücksersatz auch noch mal an einer Raststätte. Besonders gut schmeckt uns das zerkochte Fleisch als Füllung. Nach den ersten vier holte sich Hynek gleich noch mal so viele. :)Unser erster Stopp, war Merida. Die viergrößte Stadt Mexikos. Wie in Playa del Carmen sind die Straßen parallel und nummeriert. In diesem Fall gibt es nur Calles und keine Avenidas, wobei die waagerechten gerade Zahlen haben und die senkrechten ungerade. Wir hielten auf dem Marktplatz vor der großen Kathedrale und nach einem kurzen Besuch gingen wir weiter zum Maya-Markt. Die Straßen pulsieren nur so vor vielen Leuten, dazwischen Autos und an jeder größeren Kreuzung steht trotz Ampeln ein Polizist, der den Verkehr regelt. Auf dem Markt gab es viel Obst und Gemüse und dazwischen die allgegenwärtigen Essensstände. Besonders viel sieht man Haufen von bunten Habaneros. In der Fleischabteilung roch etwas streng, also fiel unser Besuch etwas kurz aus. In der Schuhecke kaufte sich Conny noch mexikanische Ballerinas als Ergänzung zu ihren Pariser Stiefeln. Niedlich war es, wie klein die Mayas alle sind und so wuselten sie alle zwischen Hyneks Beinen, was den Überblick doch erleichterte. Zum Abschluss wollten wir uns noch Getränke kaufen und fingen durch ein Missverständnis an mit dem armen Verkäufer knallhart zu verhandeln. Er meinte 5 Pesos (~ 0,30 €) und wir sind fest davon ausgegangen, dass er 50 meint. Am Ende bekamen wir unsere Getränke günstiger, aber irgendwie war es uns auch peinlich. Unterwegs zum Treffpunkt kaufte sich Conny noch eine hübsche bunte Tischdecke, dem ein Feilschen und Handeln zuvorging, für das man sich selbst auf einem arabischen Markt nicht schämen müsste. Am Ende drückten wir den Preis um 1/3, aber es kam uns trotzdem etwas teuer vor. Da wir nicht genug Bargeld dabei hatten, mussten wir auch noch zum Geldautomaten gehen, die Frau des Händlers kam mit und wir bezahlten vorm Geldautomaten wo wir auch die Ware erhielten. :) Weiter ging es nach Uxmal, dem ein gesondertes Posting gewidmet sein wird. Auf dem Rückweg gab es noch gegen 17:00 ein etwas verspätetes lecker Mittagessen in einem Familiengeführten Maya-Restaurant. Als ersten Gang gab es "Soupa de Lima", eine Suppe mit Limettensaft und Nachos. Als Hauptgang Hähnchenschenkel und zerkochtes Schwein, mit Tortillas, Reis und Backkartoffeln. Als Nachtisch gab's Melonenkompott und als Absackerli Tequila mit Kaffeelikör, genannt "La Cucaracha".
Dieser wurde jedem der Reisegruppe von der Maya-Mutti einzeln serviert: Zunächst Sombrero aufbekommen, dann das Glas mit Taschentuch drüber dreimal doll gegen den Tisch geschlagen und ausgetrunken. Hinterher wurde von Mutti noch der Kopf durchgeschüttelt, damit es schneller wirkt. Fotos anhängend. ;) Durch unserer Anordnung am Tisch, war Conny die erste und Hynek schloss ab. Bei diesem Essen zeigte sich auch schon, dass die Gruppe insgesamt ziemlich nett ist, es wurde nie langweilig. :) Dann ging es zu unserem Hotel in dem wir übernachten sollten: El Castellano. Zur Begrüßung gab es lecker Limettenmargerita und tatsächlich kostenloses WLAN, was auch sofort dazu genutzt wurde die letzten beiden Postings rauszuschicken. (kleiner Einschub für Nerds: Google Offline Mail funktioniert leider so gar nicht, wie ich es mir vorgestellt hatte. Schreiben jetzt wieder mit Editor)
Wir duschten fix und stürzten uns ins Nachtleben. Es wurde uns ordentliches Ramba-Zamba versprochen, aber letztendlich war es doch recht ruhig. Wir fanden ein tolles Souvenirgeschäft wo wir einen kleinen Tequila und Mescal kauften, einen Künstlermarkt mit Clowns, Livemusik an jeder Ecke, Kutschen... Gegen Mitternacht fielen wir müde ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir wieder um 6:30 raus. Dann zeigte sich, was er mit Ramba-Zamba meinte: Ab 1 Uhr ging es in einem benachbarten Club ein live Rockkonzert der keine Wünsche offen ließ...außer wenn man schlafen wollte. :-/ Letztendlich überlebten wir die Nacht und nach einem netten Frühstück ging es weiter gen Izamal und Chichen Itza, von denen die folgenden Einträge zeugen werden. Als wir losfuhren, erwähnte Aldo in einem Nebensatz, dass es draussen etwas bedeckt ist (war es auch, richtig braun), weil gerade ein Hurricane in Richtung Belize vorbeigezogen ist. Abenteuer!
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